Sonny

einfach Ich

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24. Juni 2016
von sonny
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Ein Fazit für Herrn Plüsch und mich

Vor knapp 17 Monaten sind wir umgezogen.

So kommt es mir nicht vor, denn ich fühle mich dort so Zuhause und angekommen, dass es mir wie eine Ewigkeit vorkommt. Nicht nur ich fühle mich wohl, Herr Plüsch ist dort auch viel glücklicher und ausgeglichener.

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Nach unseren ersten neun Monaten im Offenstall, die für das Pferd ja etwas mehr schmerzhaft waren, als für mich, hat das Moppelpony seit knapp acht Monaten ein Dach über dem Kopf.

Erst in einer Außenbox und dann haben wir eine schöne Innenbox bekommen. Warum mich das freut, dass mein Pony von der frischen Luft in eine Box gezogen ist, in die nicht die Sonne scheint? In einer Innenbox kommen meiner Meinung nach nicht so viele Viecher die ihn wegen seines Ekzems ärgern könnten und auch keine direkte Sonne, so dass die Maske auch mal in der Box ab kann.

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Jedes andere Pferd hätte ich im Offenstall gelassen, aber nicht den Herrn. Vielen mögen vielleicht denken, dass ich ihn irgendwie vermenschlichen könnte, weil ich gerne für ihn möchte, dass er die Maske auch mal abbekommt und nicht über Wochen einen offenen Mähnenkamm und eine aufgeschubberte Schweifrübe hat, ABER auch wenn seine Masken unter dem Spiel mit seinen Kumpels leiden und ich einmal im Monat eine Neue kaufen muss und öfter als mir lieb ist, seine Ekzemerdecke flicken muss, er fühlt sich wohl.

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Er hat Spaß mit seinen Kumpels, ist nicht so fett wie letztes Jahr um diese Zeit, denn da sah er nach 24 Stunden Weide eher nach schwangerer Walkuh aus, als nach ein Isländer und, was das Wichtigste ist, er hatte bis jetzt noch keine blutige Stelle gehabt. Weder am Schweif noch am Mähnenkamm. Nichts ist dick oder deutet darauf hin, dass er sich unangenehm scheuern muss.

Natürlich fehlen ihm durch die intensivere Fellpflege ein paar Haare, aber er sieht nicht so kahl aus wie letztes Jahr. Ich freu mich jedenfalls für Plüsch und sehe keinen Anlass seine Wohnsituation zu verändern.

Bei mir ist es ähnlich. Ich habe im Offenstall wahre Freunde gefunden, die ich nicht mehr missen möchte und hatte, ehrlich gesagt, etwas Bammel davor in eine Box zu ziehen, denn vom Hörensagen erfährt man ja allerhand über Stallgemeinschaften. Am Stall sind auch bestimmt öfter Leute Vorort als im Offenstall.

Was soll ich sagen? Ja, wir sind unterschiedlich. Einige wollen nur ihre Runden im Gelände drehen, andere sind immer auf dem Platz oder in der Halle zu finden und wieder andere gehen mit ihren Pferden auf Spring- oder/und Dressurturniere, ABER es ist dort nicht so wie man es häufig liest oder hört.

Wir verstehen uns. Wir haben spaß zusammen und wenn jemand mal Hilfe braucht, dann wird sich immer jemand finden, der einfach so hilft. Was ich ganz super niedlich finde ist das mitfiebern unter uns. Egal ob jemand aufs Turnier geht und aufgeregt ist, es wird ihm gut zugesprochen und die Daumen gedrückt. Wenn jemand sich darüber freut, dass das Pferd nach Jahren die Angst vor dem Wasserschlauch verliert und es dann komplett abgespritzt dort steht, auch dann freut man sich mit, denn uns vereint die Liebe zu den Fellnasen. Wenn jemand nach einen Sturz wieder aufs Pferd steigt und wieder Fortschritte macht, auch dann freuen wir uns zusammen.

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Ich gebe es gerne zu, ich bin eigentlich ein Mensch, der wenige Menschen gleich ins Herz schließt. Natürlich bin ich höflich und sage guten Tag und guten Weg, Bitte und Danke, aber mehr wird es nicht. Ich möchte die Situation dann auch schnellstmöglich verlassen, möchte mit dieser Person nix weiter zu tun haben und in fast jeder Truppe gibt es mindestens eine Person die mir so auf die Nüsse geht, dass ich gerne und viel Abstand bewahre.

In dieser Stallgemeinschaft gibt es aber bis jetzt nicht eine Person bei der es mir so geht. Mit manchen habe ich mehr zu tun und rede dadurch auch mehr mit ihnen, mit den anderen kann man sich aber auch sehr nett unterhalten.

Natürlich haben wir alle unterschiedliche Ansichten für die Pferdewelt. Dann bin ich halt diejenige die mit Wattebausch bewaffnet ihr Pferd zu Dingen bringt, die ich niemals für möglich gehalten habe, aber das stört mich nicht.

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Die anderen tolerieren es und somit haben wir dort doch ein recht harmonisches miteinander, zumindest aus meiner Sicht, denn das ist die einzige, die ich kenne. Und diese Gefühl von Harmonie soll schon was heißen, wenn ca. 25 Weiber auf einander treffen 😉

Ich fühle mich super wohl und bin immer wieder glücklich, dass ich diesen Schritt gewagt habe. Nicht nur glücklich für mich, sondern auch glücklich für Plüsch. Wir haben schon so viele tolle neue Sachen gelernt und ausprobiert und immer wieder ruft mir das ins Gedächtnis, was ich doch für ein super tolles Pony habe.

Kennt ihr dieses Gefühl von Zuhause sein?

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20. Juni 2016
von sonny
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Geteiltes Blut dot Com (Band 1). Alena Coletta und Alexa Coletta. Impress Verlag.

Was sagt das Buch über sich selbst?

Geteiltes Blut dot Com (Geteiltes Blut 1)

Für weitere Informationen beim Verlag.

 

**Vampire kann man auf viele Arten jagen…**

Die 17-jährige Julie Turner stammt dem Zweig einer traditionellen Vampirjägerfamilie ab, der durch ihre Eltern in Ungnade gefallen ist. Während ihr Cousin zusammen mit anderen Londoner Vampirjägern die Metropole beschützt, kann sie ihren Jagdtrieb lediglich als Hackern beim Aufspüren gut geschützter Firewalls ausleben. Dabei trifft sie auf die von einem gewissen Mephisto betriebene Bluttauschbörse »Geteiltes Blut dot Com« und wird plötzlich doch noch für die Vampirjägergilde interessant. Sollte sie diesen Mephisto aufspüren, wird die Ächtung aufgehoben, so heißt es. Aber obwohl ihr der attraktive Val Devine, einer der besten jungen Vampirjäger, zur Seite steht, scheint Mephisto ihnen immer einen Schritt voraus zu sein – und bald weiß Julie nicht mehr, ob sie die Fäden noch selbst in der Hand hält oder längst zu einer Figur in Mephistos Spiel geworden ist…

Warum wollte ich es lesen?

Schon länger konnte mich kein Buch mit dem Hauptthema Vampire anziehen. Alles schon mal da gewesen, denn wie ich immer so schön sage, dass Rad lässt sich nicht neu erfinden, aber das war mir doch alles zu Nahe aneinander. Andere Kreaturen haben mich mehr interessiert, aber für den kleinen Preis kann man es ja mal versuchen, außerdem haben mich Julies Computerfähigkeiten angesprochen und es hörte sich nach einer neuen Idee an.

Wie hat es mir gefallen?

Und die neue Idee war wirklich da. Jedenfalls ist mir eine die Idee mit einer Internetseite für Bluttausch noch nicht untergekommen. Warum sollten Vampire darüber ihr Blut beziehen, wenn sie ihr Essen direkt vor der Nase haben? Nun, das hat mich angesprochen.

Der Geschichtsverlauf plätschert am Anfang etwas dahin und hat mich doch etwas gelangweilt. Kurz habe ich mit dem Gedanken gespielt, es abzubrechen. Aber die Idee muss doch was hergeben! Also, Pobacken zusammen gekniffen und weiter ging es.

Leider hat Julie, neben ihren sprunghaften Meinungswechseln, nicht die beschriebenen Fähigkeiten, sondern muss für eigentlich alles ihre beste Freundin Dora anrufen. Auch wenn mir Dora erst am Ende etwas sympathischer geworden ist, egal zu welcher Uhrzeit, Dora hilft schnell weiter und weiß in welches Nest sie stechen muss, um Informationen herauszufinden.

Bis auf Julie und ihren Vater, der zumindest vor Julie, nix mit der ganzen Vampirjägersache zutun haben will, waren die anderen Charaktere am Anfang durchschaubar und für meinen Geschmack ein wenig blass. Ich hätte mir etwas mehr Tiefe gewünscht und für Julie etwas mehr Weitsicht und weniger Blauäugigkeit.

Das mag sich jetzt alles sehr negativ anhören, aber ab Mitte des Buches kam Fahrt ins Spiel und viele Charaktere haben sich weiterentwickelt, haben mehr von sich preisgegeben, eine andere Seite gezeigt und sie waren nicht mehr so durchschaubar, daher hat die zweite Hälfte des Buchs für mich die erste Hälfte aufgehoben, so dass ich mich schon sehr auf Teil zwei der Reihe freue.

Und zusammengefasst?

Neue Idee mit alten Elementen. Anfangs etwas langatmig, nimmt aber im Laufe der Geschichte Spannung auf und es lohnt sich weiterzulesen.

Bewertung:

 

3 plüsch

 

23. Mai 2016
von sonny
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Galdurs Welt

Gestern hat das viele üben seine Früchte getragen. Taadaa! #herrplüsch bis auf den Kopf komplett nass durch den bösen Schlauch ohne einmal eine Panikattacke zu bekommen. Nach dem die Beine nass waren, war er so entspannt, dass ich den Strick über den Hals legen und mit dem Objekt der Angst umrunden konnte. Ich bin mächtig stolz auf den besten Isländer im Stall. #isi #islandpferd #horsesofinstagram #hesta

10. Mai 2016
von sonny
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Da gibt es einen Knopf

In der Hundewelt gibt es viele Dinge, die Nutzlos sind. Zumindest in meinen Augen, aber das muss ja nichts bedeuten. Unter anderem gehört dazu die Flexi-Leine.
Ja. Ich gestehe, jedem 2. Hundebesitzer, der mir mit diesen Ding spazierend entgegen kommt, möchte ich jenes über den Kopf ziehen.

Es soll ganz einfach sein dieses Ding zu bedienen und vielleicht sind sie auch irgendwo praktisch, aber ich würde sie wohl nur auf einem Spaziergang benutzen. Im Dunkeln. Abgeschottet von einem Wohngebiete. Mit Aussicht auf Verbrecher. Die ich dann damit in die Flucht schlagen kann.

Jetzt mal im Ernst. Diese Dinger sind mir zu unhandlich. Wenn ich Hanteltraining machen möchte, den gehe ich ins Fitnessstudio.

Mir wäre diese Erfindung der Hundewelt weitestgehend egal, wenn es nicht so viele Menschen geben würde, die mir mit einer defekten Leine begegnen. Ich würde sagen, eine kaputte Flexi-Leine kommt häufiger vor, als freilaufende Hunde, die plötzlich vor uns stehen, obwohl der Besitzer in 50 Metern Entfernung mit hochrotem Kopf den Namen des 4-Beiners brüllt.

Im Abstand von knapp 10 Metern versuche ich an anderen Hunden vorbei zugehen, weil Pako es dann besser aushält. Jeder ist da anders und das ist auch gut so. Ich kann es schließlich an der Kasse im Supermarkt auch nicht leiden, den Atem meines Hintermanns im Nacken zu spüren. Abstand ist was Feines.

Ich weiche nicht aus, weil ich wissen will wie weit der Radius einer Flexi-Leine ist oder weil ich dieses schreckliche Geräusch so schön finde, welches sich ergibt, wenn Herrchen oder Frauchen auf den Knopf drücken und den Hund strangulieren, weil es ja nur eine Flexi-Leine ist, die dem Hund bestimmt nicht im Genick stauchen kann, wenn er da reinläuft, nein ich möchte Abstand und vor allem möchte ich nicht, dass mein Hund Kontakt zu anderen Hunden hat, solange ich die Leine in der Hand habe.

„Meiner tut nix“ ist einer der häufigsten Ausrufe, während der Daumen vom Knopf wandert und ich zusehen kann, wie der Hund auf uns zu kommt.  Um der Situation zu entgehen und meinen Ärger Luft zu machen, folgt darauf meistens ein „Aber meiner“. Oft schaffe ich es dadurch, dass der Daumen innerhalb einer Millisekunde wieder auf dem Knopf ist. Es gibt da aber noch die Menschen, die sich davon nicht abschrecken lassen und dessen Daumen nicht auf den Knopf wandert.  Diese Personen haben ja seit 120 Jahren Hunde und Lord Pupsi können sie dadurch auch Bestens lesen.  Merkwürdig. Ich sehe meinen Hund sehr genau an, dass er das nicht lustig findet und wenn man meinen Worten keine Beachtung schenkt dann vielleicht dem bösen Bellen meines Hundes. Er kann das noch sehr viel böser, aber das wissen die Wald- und Wiesenprofis ja nicht.

Ja, es ist der letzte Schritt und ich würde mich 200 Mal mehr freuen, wenn die Menschen ihren Hund zu sich rufen, den Finger auf dem Knopf lassen und einfach ihren Kommentar für sich behalten und einfach weitergehen, denn es wirft mich in Training immer ein Stück zurück.

Warum müssen Menschen immer so ignorant sein? Ich meine, ist das ein Hobby von denen? Dann sollten sie sich vielleicht ein anderes suchen. Wie wäre es für Enten füttern oder Falschparker aufschreiben?

Ist das eigentlich nur auf dem Dorf so oder gibt es das in der Stadt auch?