Sonny

einfach Ich

Der Knoten in meinem Kopf

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Ich denke, ich bin damit nicht alleine auf der Welt. Gut, ich hoffe es einfach mal, sonst muss ich wohl noch einen Ticken mehr nachdenken.

In meinen Unterrichtsstunden habe ich oft einen Knoten im Kopf.

Ich hoffe einfach, dass ich diesen Knoten etwas löse, in dem ich darüber ich schreibe.

Ich sitze auf den Pfad. Mir wird mitgeteilt was ich wie platzieren muss, damit das Pferd so läuft wie ich es mir wünsche bzw. damit er Gesund bleibt. Ich versuche meinen Körper so in Stellung zu bringen, aber mindestens ein Körperteil will nicht so wie ich.
Ich soll meine Schulter nach rechts und meine Hüfte ein Stück nach links bringen. Klappt, bis ich auch noch meine Beine einsetzen muss, oder dort behalten soll.

Ja, reiten ist absolut nicht leicht.

Wäre ja auch alles gar nicht so das Problem, wenn ich mich darüber nicht während der Reitstunde aufregen würde. Ist schon scheiße, wenn ich mich mittendrin nicht mehr konzentrieren kann und an nix anderes mehr denke, als an meine Fehler.

Das Pferd geht nicht zur Seite. Dann machen wir es so lange bis es geht.
Dabei rege ich mich weniger auf als über meine Fehler.
Das zieht sich dann wie ein roter Faden durch die Stunde was mich dann noch mehr aufregt. Ein Teufelskreis, aber was soll ich da machen?

Vielleicht hilft es mir, wenn ich etwas mache was ich kann? Ich meine, bei Tiere klappt es danach ja öfters besser.
Nö, bei mir nicht, denn wenn ich das versuche dann bin ich trotzdem so verkrampft, dass das Pony sagt: Ich verstehe nicht! Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Was ich festgestellt habe nach der letzten Stunde, wenn ich mir ein Video von der Reitstunde anschaue, ja, ich nehme sie auf und ihr werdet sie niemals zu Gesicht bekommen, es sei denn, wir schaffen es, dass der kleine plüschige Isländer etwas absolut Isländeruntypisches macht, wie z.B. Passage, Piaffe oder eine Galopppirouette, dann würde ich es mir noch mal überlegen, denn ich würde mir für die Isländer wünschen, das viel mehr Islandpferdereiter umdenken und ihr Pferd ordentlich reiten.

Ich schweife schon wieder ab, jedenfalls, wenn ich diese Videos sehe, dann wird mir bewusst, dass es gar nicht so schlimm war, wie ich es empfunden habe.
So ging es mir mit einigen Dingen, die ich als Merkwürdig empfunden habe. Wenn ich es dann gesehen habe, dann waren sie gar nicht so übertrieben, wie es sich angefühlt hat. Danach war es besser.

Ich hoffe einfach mal, dass es nicht mehr lange dauert, bis sich dieser doofe Schalter in meinem Kopf umlegt und ich es nehme wie es kommt.

Kennt ihr das? Wie kommt ihr aus eurem Teufelskreis wieder raus? Gibt es Tipps von euch?

Autor: sonny

Baujahr 83. Lebt 20 Kilometer vor Hannover. Bücherliebhaberin. Hundebesitzerin. Isländerbesitzerin. Technikverliebt. Wintermensch. Schneeliebhaberin. Twitterbesessen. Probiert gerne was aus. Isst gerne. Mag ihren Job. Serienliebhaberin. Damit Du Dich nicht wunderst, wenn Du hier das erste Mal kommentierst, was mich wirklich freut, jeder neue Kommentator muss von mir freigeschaltet werden. Das erspart Dir diese nervigen Abfragen, welche man eh nie richtig lesen kann ;)

Ein Kommentar

  1. Oh, wie gut ich das kenne. Ich habe beim Reiten allerdings eher einen Knoten in den Beinen oder im Kreuz als im Kopf. Theoretisch weiß ich, was ich tun muss, aber praktisch ist es oft schwierig. Mal will das Pferd nicht so wie ich, das liegt natürlich an mir. Mal soll ich mich rechts schwerer setzen, weil ich nicht ganz gerade bin, habe aber eher das Gefühl, dass ich mehr nach links müsste. Kopf und Körper in Einklang zu bringen, ist zu Pferde verdammt schwierig.

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